Betongeschichte
Seit mehr als Jahren gibt es Beton. Schon die alten Römer
hatten die Halt- und Formbarkeit des Baustoffes
erkannt.
Von der Kuppel des Pantheons bis zum Abwasserkanal:
Beton war schon für die Römer ein wichtiger Baustoff
Der Römische Beton ist eine der bedeutendsten Erfindungen der Baugeschichte.
Der lateinische Fachbegriff lautet opus caementitium und setzt sich aus
den Wörtern opus (Werk, Bauwerk, Bauverfahren) und caementitium
(von caementum: Bruchstein, Mauerstein, Zuschlagstoff; Ursprung für unser
heutiges Wort Zement) zusammen. Caementum wird mit materia bzw.
mortar (Mörtel) gemischt und ergibt nach Erhärten des Bindemittels ein
sehr druckfestes Konglomerat-Gestein, einen Stein aus Menschenhand.
Da dessen Aussehen und Eigenschaften unserem heutigen Beton entsprechen, werden in der Archäologie und in der Baugeschichte dafür die Bezeichnungen Gußmauerwerk, Gußbeton, Kalkbeton oder - am häufigsten - Römischer Beton verwendet. Opus caementitium bedeutet also ein Herstellverfahren für Bauteile hoher Druckfestigkeit aus Mörtel und Steinen und ist ein genialer Beitrag zum rationellen Bauen.
Tempel und Wohnhäuser, Straßen und Brücken, Thermen und Amphitheater, Häfen, Zisternen, Wasserleitungen und Abwasserkanäle wurden unter Verwendung von opus caementitium erbaut. Besondere Erfolge erzielten die römischen Baumeister mit großartigen Hallen- und Kuppelbauten. Die hier gewagten Abmessungen waren der vorrömischen Baukunst unbekannt und wurden erst wieder in unserem Jahrhundert erreicht.
Stampfen eines Fundamentes aus opus caementitium nach Vitruv
Stich aus dem Jahre 1547
aus Opus Caementitium
dort sind auch noch weitere interessante Objekte zu bewundern
1867 war es der französische Gärtner Joseph Monier leid,dass seine
grossen Pflanzkübel immer wieder zerbrachen, wenn er sie mit Erde füllte. So
verstärkte er sie kurzerhand mit Eisendrähten, die er in den Beton eingoss -
der
Stahlbeton war geboren. Den Trick hatte der 26-Jährige seinen Pflanzen
abgeschaut, die ihren Stengeln bisweilen mit zähen Fasern Halt geben.
Danach
wurde Beton lange Zeit so gemischt.
Heute nehmen uns Maschinen diese Arbeit ab.
Neue Bautechnik der Römer
Die
eindrucksvollsten Beispiele römischer Baukunst, das Kolosseum und das Pantheon
mit seiner über 43 Meter frei hinwegschwingenden Kuppel, wären ohne die Entwicklung
des Betons nie errichtet worden.
Der "römische Beton" ist eine der bedeutendsten Erfindungen der Baugeschichte
und ein genialer Beitrag zum rationellen Bauen.